Direct Cue = Michaels / Jump Cue = Gambling(a)
Jump-Cue: starke Hand, fragendes Gebot
Über die Gegner-Eröffnung: direkter Cue in IHRER Farbe = Michaels; Jump-Cue = Stopper-Frage (Gambling).
Was & Warum
Achtung — hier eröffnet der GEGNER, du bietest direkt seine Farbe. Das ist kein Heben/Einladen (es ist nicht deine Farbe), sondern konventionell. Ein direkter Cuebid in der gegnerischen Eröffnungsfarbe — z.B. (1♥) → 2♥ — ist Michaels und zeigt eine 5+5-zweifarbige Hand (siehe separate Michaels-Convention). Ein Jump-Cuebid — z.B. (1♥) → 3♥ — ist dagegen eine Stopper-Frage: er zeigt eine starke Hand (oft mit langer Minor) und fragt Partner, ob er einen Stopper in der gegnerischen Farbe hat, um 3NT zu spielen ('Gambling', fragt Stopper). Abgrenzung: Ein Cuebid als HEBUNG (limit+) gibt es nur, wenn die eigene Seite bereits eine Farbe etabliert hat (z.B. Partner eröffnet 1♥, (1♠), du 2♠) — das ist hier nicht der Fall.
♠Beispielhand
♦Beispiel-Auktion
Süd = du · Nord = Partner · Ost / West = Gegner
Folgegebote & Antworten
- 3NT (Partner hat Stopper)Partner hält einen Stopper in der gegnerischen Farbe — Spielniveau gesetzt.
- Andere Farbe (kein Stopper)Partner hat keinen Stopper — zeigt eigene Farbe oder signalisiert Ablehnung.
Häufige Fehler
- Nicht mit einem Cuebid-Raise verwechseln: Der direkte Cue über die GEGNER-Eröffnung ist Michaels, keine Hebung/Einladung — du heben kannst nur eine Farbe der eigenen Seite.
- Jump-Cuebid ist NICHT Michaels — völlig andere Bedeutung.
- Jump-Cuebid setzt voraus, dass Partner einen Stopper zeigen kann oder nicht.
Auf der Konventionskarte
direct cue-bid : michael / Jumping cue : gambling asking for stopper
Verwandte Konzepte
Quelle: WBF Convention Card (TWO_OVER_ONE.pdf)