2over1
Defensive & Competitive
Kartensystem

Direct Cue = Michaels / Jump Cue = Gambling(a)

Jump-Cue: starke Hand, fragendes Gebot

Über die Gegner-Eröffnung: direkter Cue in IHRER Farbe = Michaels; Jump-Cue = Stopper-Frage (Gambling).

Was & Warum

Achtung — hier eröffnet der GEGNER, du bietest direkt seine Farbe. Das ist kein Heben/Einladen (es ist nicht deine Farbe), sondern konventionell. Ein direkter Cuebid in der gegnerischen Eröffnungsfarbe — z.B. (1) → 2 — ist Michaels und zeigt eine 5+5-zweifarbige Hand (siehe separate Michaels-Convention). Ein Jump-Cuebid — z.B. (1) → 3 — ist dagegen eine Stopper-Frage: er zeigt eine starke Hand (oft mit langer Minor) und fragt Partner, ob er einen Stopper in der gegnerischen Farbe hat, um 3NT zu spielen ('Gambling', fragt Stopper). Abgrenzung: Ein Cuebid als HEBUNG (limit+) gibt es nur, wenn die eigene Seite bereits eine Farbe etabliert hat (z.B. Partner eröffnet 1, (1), du 2) — das ist hier nicht der Fall.

Beispielhand

Süd18 FP
A 4
7 3
A K Q J 8 2
K J 5
18 FP, lange Karofarbe, kein Herz-Stopper — nach (1♥) zeigt 3♥ Jump-Cue: fragt Stopper für 3NT.

Beispiel-Auktion

OstSüdWestNord
13··

Süd = du · Nord = Partner · Ost / West = Gegner

Folgegebote & Antworten

  • 3NT (Partner hat Stopper)Partner hält einen Stopper in der gegnerischen Farbe — Spielniveau gesetzt.
  • Andere Farbe (kein Stopper)Partner hat keinen Stopper — zeigt eigene Farbe oder signalisiert Ablehnung.

Häufige Fehler

  • Nicht mit einem Cuebid-Raise verwechseln: Der direkte Cue über die GEGNER-Eröffnung ist Michaels, keine Hebung/Einladung — du heben kannst nur eine Farbe der eigenen Seite.
  • Jump-Cuebid ist NICHT Michaels — völlig andere Bedeutung.
  • Jump-Cuebid setzt voraus, dass Partner einen Stopper zeigen kann oder nicht.

Auf der Konventionskarte

direct cue-bid : michael / Jumping cue : gambling asking for stopper

Verwandte Konzepte

Quelle: WBF Convention Card (TWO_OVER_ONE.pdf)

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